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Studienverlauf und -inhalte

Beschreibung der Studieninhalte, -lernziele und -verläufe

Um sowohl der genuinen Interdisziplinarität, als auch dem inzwischen gewachsenen Schriftenkanon der kulturwissenschaftlichen Medienwissenschaft gerecht zu werden, beginnt der Bachelor-Studiengang mit einer koordinierten Einführung in die drei grundsätzlichen Gegenstandsfelder Ästhetik, Medien und Kultur im Basismodul I.

Vordergründiges Lernziel ist die Vermittlung eines Grundverständnisses der ästhetischen Dimensionen von Wahrnehmung und Erfahrung sowie der basalen Bedeutungen von Medien und Kultur. Die Koordination der Lehrveranstaltungen soll dabei deutlich machen, wie intensiv die Bereiche Ästhetik, Medien und Kultur ineinander verwoben sind. Zur Vertiefung der Lerninhalte werden die drei Veranstaltungen von einem Tutorium begleitet, in welchem die Seminarlektüre in kleineren Gruppen vor- und nachbereitet wird. Zudem ist in dieses Modul die Vorführung von Filmen im Rahmen der Lehrveranstaltung Filmclub (in der Regel im Kino des Filmmuseums Düsseldorf) integriert, deren Auswahl an den Themen der drei koordinierten Lehrveranstaltungen orientiert ist. Das bietet die Möglichkeit, sowohl Ansätze filmästhetischer Analysen vorzustellen, als auch komplexe kultur- und medienwissenschaftliche Zusammenhänge an Beispielen zu diskutieren. Schließlich wird bereits im ersten Semester eine Einführung in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens angeboten.

In einer zunehmend globalisierten Welt gewinnen interkulturelle Kompetenzen in der Wissenschaft und auf dem Arbeitsmarkt zunehmend an Bedeutung. Grundlage eines Verständnisses unterschiedlicher Kulturen und inter-/transkultureller Phänomene bildet unter anderem die Beherrschung mehrerer moderner Fremdsprachen. Studierende des Bachelorstudiengangs Medien- und Kulturwissenschaft haben daher am Ende ihres Studiums gute Kenntnisse in mindestens zwei modernen Fremdsprachen nachzuweisen. Englischkenntnisse werden hierbei bereits zu Studienbeginn vorausgesetzt. Um zugleich einen späteren Auslandsaufenthalt während des Studiums zu fördern, ist der Besuch eines Grundkurses schon im ersten Fachsemester vorgesehen. Hierfür werden exklusive Kurse im Umfang von 4 SWS für Studierende des Bachelors in den Sprachen Spanisch, Französisch und Italienisch angeboten. Darüber hinaus steht Studierenden das Angebot des Sprachenzentrums der Universität offen. Studierende, die bereits über Grundkenntnisse in einer zweiten Fremdsprache verfügen, können bereits im ersten Fachsemester Fortgeschrittenenkurse besuchen. Im zweiten Fachsemester ist schließlich für alle Studierenden der Besuch eines Sprachkurses für Fortgeschrittene obligatorisch. Somit wird gewährleistet, dass alle Absolventen des Studiengangs mindestens über fortgeschrittene Kenntnisse verfügen und dass individuell vorhandene Sprachkenntnisse in der Zeit von 8 SWS optimal vertieft werden können.

Aufbauend auf dem Einführungsmodul orientiert sich das für das zweite Semester vorgesehene Basismodul II stärker an spezifischen fachlichen Ausrichtungen der Medienkulturwissenschaft im Kontext von Pop, Performance, Audiovisionen. Die Grundlagenveranstaltungen führen in die Teildisziplinen der Popular Culture Studies, der Performance Studies sowie in die Theorie/Geschichte audiovisueller Medien ein. Um hierbei den Anforderungen einer praxisorientierten Wissenschaft gerecht zu werden, ist diesen drei Lehrveranstaltungen jeweils ein Praxis- bzw. Projektseminar zu Creative Writing, Medienproduktion und Dramaturgie sowie Film/Video/Bewegtbild zugeordnet, um die Studierenden nicht nur optimal in den wissenschaftlichen Diskurs einzuführen, sondern auch auf die Herausforderungen des medienkulturellen Arbeitsmarktes vorzubereiten. Eingegliedert ist in dieses Modul daher auch die Vortragsreihe Medien- und Kulturberufe, in der Studierende Felder späterer beruflicher Tätigkeit von ExpertInnen der Berufspraxis kennenlernen.

In der Grundlagenveranstaltung Popular Culture werden einschlägige Texte zur Geschichte und Theorie der Popkultur diskutiert sowie zeitgenössische popkulturelle Phänomene analysiert. Mit der Grundlagenveranstaltung Performance/Performativität wird der inhärent performativen Verfasstheit von Kultur, den Medien und mithin der Medienkultur Rechnung getragen. Dabei werden grundlegende Kenntnisse in Aufführungsanalyse, Theatergeschichte, Darstellungs- und Raumtheorien sowie aktuelle Tendenzen der Performativitätstheorien und der performativen Künste vermittelt. Audiovisuelle Darstellungen und Formate gehören seit jeher zu den primären Gegenständen medienkulturwissenschaftlicher Analyse. Im zweiten Studiensemester findet deshalb auch eine Grundlagenveranstaltung Audiovisuelle Medien statt, in der Fragestellungen, Begriffe und Analysemethoden erarbeitet werden.

Die korrespondierenden Praxis- und Projektseminare im Basismodul II zielen darauf ab, sowohl das theoretische Wissen der Grundlagenveranstaltungen praktisch erfahrbar zu machen, als auch berufsorientierte Kompetenzen zu vermitteln. Im Mittelpunkt stehen Kommunikations- und Darstellungstechniken im schriftlichen, mündlichen und szenischen Bereich, sowie Einblicke in institutionelle, pragmatische und technologische Aspekte von Medienberufen. Der Praxiskurs Creative Writing vermittelt hierbei insbesondere Wissen um Stile, Möglichkeiten und Anforderungen des Schreibens in verschiedenen Medien (Printmedien, Rundfunk, Übungen zum Verfassen von Filmdrehbüchern; Verfassen von Kritiken im Bereich Theater, Film, Kunst, Musik, Literatur; Verfassen von Werbetexten). Kurse im Bereich Medienproduktion und Dramaturgie bieten eine praktische Einführung in Formen szenischer Kommunikation, dramaturgische Arbeitstechniken und praxeologische Aspekte der Medienproduktion. Im Praxiskurs Film/Video/Bildmedien finden Übungen zur Herstellung audiovisueller Formate (Anfertigen eines Storyboards, Dreh, Schnitt, Montage, Synchronisation etc.) statt.

Parallel zum Basismodul II ist im zweiten Fachsemester das Basismodul III zu Themen der Globalisierung und Transkulturalität angesiedelt. Das Modul wird dem zentralen Anliegen des Studiengangs gerecht, interkulturelle Kompetenzen an die Studierenden zu vermitteln. Dabei vertieft und erweitert das Modul vor allem die Einsicht in die mediale Konstitution von Kultur(en). Über die Methode des Vergleichs werden Erkenntnisse über die gegenläufigen Dynamiken der Transkulturalität und der kulturellen Differenzierung erworben. Dazu gehört auch das Phänomen einer Gleichzeitigkeit von Faszination und Abwehr gegenüber dem Fremden oder Anderen. Die Verbindung von historischer und synchroner komparativer Perspektive befähigt zur selbstständigen Analyse der historischen Genese und der gegenwärtigen Transkulturalität von Prozessen der Wahrnehmung und Zuschreibung.

Das Modul umfasst eine Grundlagenveranstaltung und zwei Themenseminare: Die Grundlagenveranstaltung Prozesse und Modelle der Inter-/Transkulturalität ermöglicht einen Einblick in die zentralen Theorien und Diskurse der vergleichenden Kulturwissenschaft. Hierzu zählen insbesondere die Begriffe Inter- und Transkulturalität, Theorien von Alterität und Differenz, die Analyse der diskursiven Konstitution des Selbst, ethische Fragen der Anerkennung und Perspektiven postkolonialer Theorie. Besondere Aufmerksamkeit erfahren die Bedeutung der Medien bei der Produktion von Selbst- und Fremdbildern, die Funktion der Medien in kulturellen und politischen Integrationsprozessen, die Migration sowie postkoloniale Ansätze kultureller Heterogenität. Das Themenseminar Kulturgeschichte/Kulturphilosophie vermittelt unter anderem Kenntnisse zur Geschichte des Kulturbegriffes und seine Bedeutung zur Herausbildung der Nation, Theorien der Kultur und des kulturellen Prozesses, theoretische Überlegungen zu Kultur als System sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Kultur-Natur-Differenzen. Das Themenseminar Medien und Globalisierung befasst sich schließlich mit den medialen Bedingungen der Globalisierung in ihren verschiedenen historischen und aktuellen Formationen und den Veränderungen der Wahrnehmung durch transkulturelle Verbreitung medialer Produkte.

Medien sind konstitutiv für das Selbst und das Verständnis von Gesellschaft. Das zeigt sich aktuell besonders am Einfluss der Neuen Medien und sozialen Netzwerke. Dem trägt das Aufbaumodul I: Medien, Alltag, Subjektivität im dritten Studiensemester Rechnung. Gesellschaft wird hier nicht als vorausgesetzte Entität verstanden, sondern als eine je spezifische mediale Konstellation, die aus mehrdimensionalen Prozessen hervorgeht. Das Modul soll ein Wissen um die Komplexität medienkultureller Prozesse in seinen materiellen, geschlechtlichen und identitätsstiftenden Dimensionen vermitteln.

Das Modul umfasst die vier Themenseminare Subjektivität, Gender, Medien und Alltag sowie Materialität. In der Veranstaltung Subjektivität werden zentrale Positionen der Subjekttheorie unter besonderer Berücksichtigung medialer Bedingungen diskutiert. Neben philosophischen und ästhetischen Zugängen finden sich hier insbesondere medienkulturelle und soziologische Ansätze, etwa Akteur-Netzwerk-Modelle und Theorien dezentrierter Subjektivierungen. Das Themenseminar Gender befasst sich ebenfalls mit Fragen der Identität und Subjektivierung unter spezifischer Betrachtung von Geschlechtlichkeit und Differenz. Hierbei wird vor allem auf den Literaturkanon der Gender Studies zurückgegriffen, um Phänomenen der Geschlechtlichkeit historisch, kulturtheoretisch und auch diskursanalytisch zu begegnen. Medien konturieren den Alltag nicht nur, Alltag ist in einem bestimmten Sinne selbst ein Medium: eine Form, in der Subjektivität und Umwelt sich gegenseitig hervorbringen. So stellt aktuell die Digitalisierung dieser Umwelten die Frage nach dem Zusammenhang besonders dringend, der im Themenseminar Medien und Alltag behandelt wird. Sowohl die Materialität des Medialen als auch die Medialität des Materiellen sind zentrale Gegenstände medienkulturwissenschaftlicher Forschung. Im Themenseminar Materialität finden sich daher medienarchäologische Ansätze sowie Fragen der Materialisierung und der Technikphilosophie, wobei zeitgenössische Phänomene digitaler Kulturen wie etwa künstliche Intelligenzen oder Algorithmen hinsichtlich ihrer Im-/Materialität adressiert werden.

Das für das vierte und fünfte Semester angebotene Aufbaumodul II sieht eine fokussierte Behandlung von Medienformen – Einzelmedien sowie die Vermittlung entsprechender medienkulturwissenschaftlicher Teildisziplinen – vor. Bisher erworbenes Wissen wird vertieft und auf einzelne Gegenstände medienanalytisch angewendet. Obwohl sich die Lehrveranstaltungen hierbei jeweils auf spezifische Medienformen konzentrieren, werden die Gegenstände auch hinsichtlich ihrer Intermedialität betrachtet. Die Auswahl der Medienformen und Teildisziplinen entspricht dabei der Forschungsvertiefung des hauptamtlich tätigen Lehrpersonals und somit dem spezifischen Profil des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft. Studierende kommen in diesem Modul in engen Kontakt mit aktuellen Tendenzen und Desideraten der medienkulturwissenschaftlichen Forschung.

Unter dem Modulbestandteil Bewegtbild finden sich Veranstaltungen aus dem audiovisuellen Bereich. Das Wissen aus der Grundlagenveranstaltung Audiovisuelle Medien des Basismoduls II wird hier aktualisiert und ausgebaut. Im Vordergrund stehen Film- und Fernsehanalysen sowie eine fokussierte Behandlung der multimedialen und audiovisuellen Mischformen als spezifisches technisches bzw. technologisches Dispositiv. Darüber hinaus findet hier die Untersuchung interaktiver audiovisueller Formate Platz. Unter dem Modulbestandteil Digitalität versammeln sich Seminare zu den gesellschaftlichen, politischen und ästhetischen Implikationen und Auswirkungen digitaler Medien. Dies betrifft beispielsweise ihren Einfluss auf Subjektivierungsprozesse, die Ästhetik sozialer Medien oder Formen digitaler (Selbst-)Überwachung.  Zudem können hier Phänomene der digitalen Vernetzung behandelt werden. Das Themenseminar Sounds behandelt aktuelle Phänomene der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit auditiver Medienkultur (wie zum Beispiel Audioinstallation, Podcast, Hörspiel, Musik unter anderem) und ihrer Rezeption. In Seminaren zur Geschichte auditiver Speichermedien und zur Wirkung und Bedeutung akustischer Raumvermittlung erhalten Studierende eine Einführung in das Feld der Sound Studies als medienkulturwissenschaftliche Teildisziplin. Das Themenseminar Gaming befasst sich schließlich mit raum- und spieletheoretische Diskursen sowie mit immersiven und interaktiven Aspekten von Medien.

Verbunden ist das Aufbaumodul mit einem Praxismodul Medienformen, das durch im Medienberuf stehende Lehrbeauftragte praktische Fähigkeiten in den Bereichen Kuratieren/Kulturmanagement, Neue Medien/Internetjournalismus und Hörfunk/Audiomedien vermittelt. Hierdurch wird generell angestrebt, die einzelnen Übungen mit den Themenseminaren der Aufbaumodule, insbesondere dem Aufbaumodul Medienformen zu verbinden. Zugleich sollen aber auch selbstständige Übungen über die Gewinnung von Lehrbeauftragten in die Bereiche der späteren Berufspraxis einführen. Zu den zu erwerbenden Kompetenzen gehört zum Beispiel: die Organisation und Gestaltung von Ausstellungen und Veranstaltungen, Kenntnisse der Kommunikationsstrukturen und Analyse digitaler/sozialer Medien sowie die Aneignung von Techniken der auditiven Kommunikation.

Seminare im Bereich Kuratieren/Kulturmangement versammeln Lehrangebote zu Kunst- und Kulturvermittlung, -präsentation und -organisation. Praxisseminare im Bereich Medien/Internetjournalismus sehen die Vermittlung von Methoden zur Analyse und Produktion von Online-Medien sowie ihrer Präsentation auf der Basis ästhetischer und ethischer Kriterien vor. Im Bereich Hörfunk/Audiomedien finden sich schließlich Seminare zur Erstellung von Rundfunk-Beiträgen (sowohl Produktion als auch Post-Production), Tonproduktionen (Musik, Text und Musik etc.), Recherchen und Interview-Verfahren. Hierbei sammeln Studierende Erfahrungen mit auditiven Schnittprogrammen sowie grafisch orientierten Anwendungsprogrammen.

Das im vierten und fünften Studiensemester stattfindende Aufbaumodul II: Medien und Ethik wird weitgehend vom Philosophischen Institut in zum Teil eigens für den Studiengang konzipierten Lehrveranstaltungen durchgeführt. Hierbei wird den Studierenden vor allem eine kritische Urteilskompetenz im Bereich der angewandten Ethik, der Medienethik und der politischen Philosophie, sowie die Fähigkeit der verantwortungsvollen und eigenständigen Entscheidung in medienethischen Fragen vermittelt. Inhaltlich beschäftigen sich die Veranstaltungen Grundlagen der Ethik/der politischen Philosophie und Angewandte Ethik vor allem mit den Grundlagen der philosophischen Ethik, mit ethischen Fragen der medialen Darstellung und Repräsentation sowie mit ausgewählten Kapiteln der politischen Philosophie. Zudem wird regelmäßig eine Veranstaltung zu Fragen des Medienrechts angeboten.

Das Aufbaumodul IV zu Medienkulturwissenschaftlichen Forschungsmethoden soll die Studierenden in der Umsetzung ihres erworbenen fachlichen Wissens in konkrete Forschungsstrategien unterstützen und damit auch an die Bachelorarbeit heranführen. Hierfür finden in der Regel sowohl vierstündige Veranstaltung im Sommersemester als auch zweistündige Angebote über zwei Semester verteilt statt. Das verbessert die Mobilität und erlaubt spezifische Arbeitsformen. In der zweisemestrigen Variante bauen beide Seminare des Moduls aufeinander auf und sind nicht unabhängig voneinander studierbar.  Die Projektseminare vermitteln hierbei Wissen über den prinzipiellen Zusammenhang von Theorie und methodischem Verfahren sowie über die Möglichkeiten und Grenzen empirisch generierter Erkenntnisprozesse. Studierende erhalten hierbei eine kritische Einsicht in den gegenstandskonstitutiven Charakter von Methoden. Inhaltlich finden sich unter anderem ausgewählte Theoriebezüge und methodische Verfahren aus dem breiten Spektrum qualitativ-empirischer Forschung, so etwa ethnographische Verfahren oder Film- und Klanganalysen. Die Teilnehmer sind hierbei angehalten, eigene Forschungsprojekte im Zuge der Veranstaltung selbstständig durchzuführen, aus welchen auch Bachelorarbeiten hervorgehen können.

Im Zeitraum zwischen dem 3. und 5. Semester findet das Modul Projektarbeit statt. In der Regel ausgehend von den thematischen Lehrveranstaltungen der Aufbaumodule sollen hier Erfahrungen in der gemeinsamen Konzeption, Planung und Durchführung eines Projektes gemacht werden. Systemische, kommunikative und instrumentale Kenntnisse werden in wahlweise stärker forschungs- oder praxisorientierten Vorhaben erworben. Idealerweise entsteht dabei auch ein Produkt, das bei Bewerbungen um Plätze in weiterführenden Studiengängen oder auch im Berufseinstieg neben der Bachelorarbeit über die erworbenen Qualifikationen der AbsolventInnen Auskunft geben kann.

Der Wahlbereich umfasst insgesamt 18 CP. Studierende können hierfür Seminare aus dem gesamten Angebot der Fakultät und im Rahmen des Studiums Universale auch darüber hinaus wählen. Mit dem Studiengang B.A. Modernes Japan gibt es besondere Vereinbarungen, damit eine Gruppe von im Jahr je maximal 10 Studierenden den Wahlbereich gezielt zur Schwerpunktbildung nutzen kann. Auf eine darüberhinausgehende Festlegung oder Modularisierung des Wahlbereichs ist verzichtet worden, um den Studierenden eine möglichst freie Wahl der Interessenschwerpunkte zu ermöglichen.

Schließlich muss zum Studienabschluss auch die Ableistung eines insgesamt zwölfwöchigen Praktikums in der vorlesungsfreien Zeit in den Bereichen Medien und Kultur nachgewiesen werden. Studierende sammeln hierbei erste Berufserfahrungen und erhalten Einblicke in unter anderem planerische, unterstützende, ausführende, gestaltende, recherchierende und literarische bzw. journalistische Tätigkeiten in Institutionen oder Firmen des medialen oder kulturellen Berufsfeldes. Praktika im Ausland werden durch die Verantwortlichen des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft unterstützt.

Abgeschlossen wird das Studium im 6. Semester mit dem Verfassen der Bachelorarbeit, begleitet durch den Besuch des Bachelorkolloquiums.

Das Studium des Bachelorprogrammes beginnt mit drei einführenden und koordinierten Lehrveranstaltungen, die im Basismodul I zusammengefasst sind. Unter der Thematisierung jeweils gleicher oder verwandter Gegenstandsfelder werden Fragen der Ästhetik, der Kultur und der Medien behandelt. Es geht um die Vermittlung eines Grundverständnisses der ästhetischen Dimensionen von Wahrnehmung und Erfahrung, der basalen Bedeutung von Medien für Kultur und der Prozessualität von Medienformen. Die Koordination der Lehrveranstaltungen soll dabei deutlich machen, wie intensiv diese Bereiche ineinander verwoben sind. Diese drei Veranstaltungen werden begleitet von einem vierstündigen Tutorium, in dem die Seminarlektüre in kleineren Gruppen vor- und nachbereitet wird. Außerdem ist in dieses Modul die Vorführung von Filmen (in der Regel im Kino des Filmmuseums) integriert, deren Auswahl an den Themen der drei koordinierten Lehrveranstaltungen orientiert ist. Das bietet sowohl die Möglichkeit, Ansätze filmästhetischer Analysen vorzustellen, wie auch, komplexe kultur- und medienwissenschaftliche Zusammenhänge an Beispielen zu diskutieren, die allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bekannt sind.

Das Basismodul II, das für das zweite Semester vorgesehen ist, orientiert sich stärker an spezifischen fachlichen Ausrichtungen der Medienwissenschaft und vermittelt deren Basiswissen. Die drei Grundlagenveranstaltungen führen ein in das Gebiet Kommunikation und Ästhetik/Poetik, in das Gebiet Performativität/Theaterwissenschaft und in das Gebiet Theorie/Geschichte audiovisueller Medien. Zugeordnet ist diesen drei Lehrveranstaltungen jeweils ein praxisorientiertes Projektseminar zu Creative Writing, Theater/Rhetorik und Film/Video.

Studierende, die noch nicht über für einen Aufbaukurs ausreichende Vorkenntnisse in einer zweiten Fremdsprache verfügen, sollen im ersten Semester einen entsprechenden Grundkurs besuchen. Außerdem wird eine verpflichtende Einführung in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens angeboten. Studierende, die beide Möglichkeiten wählen, können sich die Leistung entsprechend im Wahlpflichtbereich anrechnen lassen. Im zweiten Semester qualifizieren sich die Studierenden in einem Sprachkurs für Fortgeschrittene und lernen Felder späterer beruflicher Tätigkeit in einer Vortragsreihe kennen. Im Rahmen des Moduls Propädeutikum finden auch Übungen zum wissenschaftlichen Schreiben statt, die jedoch auch zu späteren Zeitpunktes des Studiums belegbar sind.

Mit der Grundlagenveranstaltung “Prozesse und Modelle der Interkulturalität” beginnt das Basismodul “Vergleichende und interkulturelle Kulturwissenschaft”. Es wird ergänzt durch ein kulturhistorisches oder kulturphilosophisches Themenseminar. Das Aufbaumodul Vergleichende und interkulturelle Kulturwissenschaft konzentriert sich auf die Bedeutung von Medien für die interkulturelle Wahrnehmung und im Prozess der Globalisierung.

Das Aufbaumodul „Medien, Alltag, Gesellschaft“ steht im Zentrum des dritten Studiensemesters. Es umfasst vier Lehrveranstaltungen, in denen Fragen der Subjektivität und der Bedeutung der Medien bei ihrer Herausbildung (Themenseminar (TS) “Subjektvität”), Fragen der Medialität als innerer Differenz von sozialen, kulturellen und wissensbezogenen Prozessen (TS “Materialität und Information”), Fragen nach der Geschlechtlichkeit (TS “Geschlecht und Differenz”) und Fragen nach der Bedeutung von Medien, etwa dem Fernsehen, im Alltag (TS “Medien und Alltag”). Eingegliedert in dieses Modul ist die Vortragsreihe Medien- und Kulturberufe.

Das für das vierte und fünfte Semester angebotene Aufbaumodul “Medienformen” konzentriert sich nochmals stark auf die ästhetischen Dimensionen medialer Kommunikation und vertieft das bisher erworbene Wissen, wobei nun in den vier Modulbestandteilen “Theorien der Ästhetik und der Intermedialität”, “Wahrnehmung”, “Auditive Medien” und “Bildwissenschaft/Visual Culture” einzelne Medienformen oder spezifische Wahrnehmungsprozesse thematisiert werden. Verbunden ist dieses Modul wieder mit einem Praxismodul, das neben einem durch im Medienberuf stehende Lehrbeauftragte durchgeführten Angebot auch einzelne Projekte beinhaltet, die aus den Themenseminaren des Aufbaumoduls heraus entstehen. Die drei Lehrveranstaltungen sollen nach den Praxisseminaren im zweiten Semester wiederum Einblick in die Berufsfelder “Hörfunk/Audiomedien”, “Recherche/Interview” und “Neue Medien/Internetjournalismus” bieten.
Das ebenfalls im vierten und fünften Semester dazu stattfindende Aufbaumodul “Medien, Gesellschaft, Ethik” wird weitgehend vom Philosophischen Institut in zum Teil eigens für den Studiengang konzipierten Lehrveranstaltungen durchgeführt.
Ein Aufbaumodul zu kultur- und medienwissenschaftlichen Forschungsmethoden soll die Studierenden in der Umsetzung ihres erworbenen fachlichen Wissens in konkrete Forschungsstrategien auch experimenteller Art unterstützen und damit auch an die Bachelorarbeit heranführen.

Die “Fähigigkeit, mit anderen produktiv zusammenzuarbeiten”, ist, wie Umfragen belegen, diejenige Kompetenz, die im Beruf am stärksten gefordert wird. Das Modul Teamprojekt trägt dem Rechnung. In der Regel ausgehend von den thematischen Lehrveransaltungen der Aufbaumodule sollen hier Erfahrungen in der gemeinsame Konzeption, Planung und Durchführung eines Projektes gemacht werden. Systemische, kommunikative und instrumentale Kenntnisse werden in wahlweise stärker forschungs- oder stärker praxisorienten Vorhaben erworben. Idealerweise entsteht dabei auch ein Produkt, das bei Bewerbungen um Plätze in weiterführenden Studiengängen oder auch im Berufseinstieg neben der Bachelorarbeit über die erworbenen Qualifikationen der Absolventinnen und Absolventen Auskunft geben kann.

Der Wahlbereich umfasst insgesamt 18 CP. Studierende können hierfür Seminare aus dem gesamten Angebot der Fakultät und im Rahmen des Studium Universale auch darüber hinaus wählen. Mit dem Studiengang BA Modernes Japan gibt es eine besondere Vereinbarung, damit eine Gruppe von im Jahr je maximal 10 Studierenden den Wahlbereich gezielt zur Schwerpunktbildung nutzen kann. Auf eine darüber hinausgehende Festlegung oder Modularisierung des Wahlbereichs ist verzichtet worden, um den Studierenden eine möglichst freie Wahl der Interessenschwerpunkte zu ermöglichen.

Schließlich muss zum Studienabschluss auch die Ableistung eines insgesamt zwölfwöchigen Praktikums in kulturellen Berufsfeldern nachgewiesen werden.
 
Um durch das Angebot von zweisemestrigen Modulen die Möglichkeiten des Auslandsstudiums, das in der Regel zwischen dem dritten und dem fünften Semester genutzt wird,  nicht zu behindern, wird in der Umsetzung des Angebots darauf geachtet, dass es zu zweisemestrigen Veranstaltungen immer auch eine einsemestrige Alternative gibt.

Das sechste Semester ist der über Kolloquien und andere Formen betreuten Abfassung der Bachelorarbeit vorbehalten.

Insgesamt umfasst das sechssemestrige Studium 82 Semesterwochenstunden und ein mit 180 CP bewertetes Workload.

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