15.12.2019 18:31

YVES‘ VERSPRECHEN (D | 2017)

Screening und Diskussion im Rahmen des Seminars ›Europa provinzialisieren‹ (Jun.-Prof. Dr. Martin Doll)

Mit der Regisseurin Melanie Gärtner

13. Januar 2020, 18:30 Uhr

Hörsaal 2301.HS 3C

Synopsis:

Yves sitzt in Spanien fest. Es geht weder vorwärts noch rückwärts. Vor acht Jahren ist er in Kamerun aufgebrochen, um in Europa ein neues Leben zu beginnen. Seitdem hat die Familie nichts von ihm gehört. Die Filmemacherin Melanie Gärtner zeichnet Videobotschaften von Yves auf, reist damit nach Kamerun und trifft dort seine Familie. Bei all der Erleichterung über das Lebenszeichen von Yves werden Erwartungen laut, schließlich hat Yves es ins gelobte Europa geschafft. In den Augen seiner Familie kann nur er ihr Leben zum Besseren wenden. Er darf nicht scheitern, denn eine Rückkehr ist ausgeschlossen.

Zur Person von Melanie Gärtner:

Melanie Gärtner studierte Ethnologie, Literatur und Journalismus in Frankfurt am Main und Berlin. Seit 2010 ist sie unter dem Label m-eilenweit als Filmemacherin und freie Autorin tätig. Auf die Geschichten rund um Flucht und Migration stieß sie auf ihren Reisen durch Westafrika und den Maghreb.

Ihr Regiedebüt feierte sie mit dem mittellangen Dokumentarfilm „Im Land Dazwischen“ (2012) über die Situation in der spanischen Exklave Ceuta. Über die Hintergründe von Flucht und Migration erschien ihr Reportage-Band „Grenzen am Horizont“ beim Verlag Brandes & Apsel (2015). Der abendfüllende Dokumentarfilm „Yves’ Versprechen“ (2017) eröffnet eine weitere, eigene Perspektive, was es für einen Menschen bedeutet, Heimat und Familie zu verlassen.


„Endlich wirft jemand einen anderen Blick auf ein Thema, das in den Medien so allgegenwärtig ist, wie Migration nach Europa. Melanies Neugier und ihre sehr persönliche Art Geschichten zu erzählen haben daraus einen bemerkenswerten Film gemacht.“

Raul Nino Zambrano, International Documentary Festival Amsterdam 2017

„Der Film erzählt von einer schier endlosen Reise, der enormen Last der Verantwortung für die Familie zu Hause und der Unvorstellbarkeit einer Rückkehr. Der Ausnahmezustand zwischen Aufbruch und Ankunft wird auf berührende Weise zum Thema gemacht. Ein intensiver Einblick in die komplexe Realität der Migration.“

Dr. Ramona Lenz, Medico International

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenUniv.-Prof. Dr. Achim Landwehr