Studienverlauf ab WiSe 2015/16

Das Studium gliedert sich in 6 Module, ein Teamprojekt und die Erstellung der Masterarbeit. Das Teamprojekt soll in der Regel im zweiten oder dritten Semester konzipiert und realisiert werden. Die Masterarbeit soll auf das vierte Semester fallen und wird von einem Masterkolloquium begleitet.

In den Modulen 1 bis 6 ist jeweils eine Abschlussprüfung abzulegen. Im Einzelfall kann von den Dozentinnen oder Dozenten gemeinsam festgelegt werden, in welcher Veranstaltung die Abschlussprüfung abzulegen ist.

Die Module 1, 5 und 6 umfassen jeweils 6 SWS, die sich in der Regel aus den Wochenstunden von drei Seminaren zusammensetzen. Sie werden jeweils mit einer Abschlussprüfung beendet.

Die Module 2 bis 4 umfassen jeweils 4 SWS und damit 2 Seminare (oder 1 Vorlesung und 1 Seminar), auch hier muss pro Modul eine Abschlussprüfung abgelegt werden. Die einzelnen Seminare der Module sind aufeinander abgestimmt und sollen die inter- und transdisziplinäre Reflexion, Diskussion und Forschung fördern.

 

MODUL 1:  „EINFÜHRUNG IN DIE MEDIENKULTURANALYSE“

Das Einführungsmodul dient der gemeinsamen Einstimmung und der Versicherung über medien- und kulturtheoretische Grundkonzepte. Es qualifiziert zum selbständigen Umgang mit der medienkulturwissenschaftlichen Theorie und Methodologie, wie sie in den einzelnen am Curriculum beteiligten Fächern in je eigener Perspektive entworfen werden. Die Studierenden erwerben die Kompetenz, philosophische, neurowissenschaftliche, sozialwissenschaftliche, psychoanalytische, historische, medienpädagogische und kulturtheoretische Zugänge zu Phänomenen der Medienkultur in Bezug setzen und ihre jeweiligen Ansprüche und Reichweiten kritisch bestimmen zu können. Das Modul bildet von daher die Basis und die Klammer für die in den Modulen 2 bis 4 erfolgende Vertiefung in die interdisziplinäre Grundlagenforschung und führt in das gesamte Studium ein.

MODUL 2: „WAHRNEHMUNG“

Das Modul ermöglicht den Studierenden, aktuelle neurowissenschaftliche, phänomenologischgeisteswissenschaftliche und psychoanalytische Forschung zum Verhältnis von Wahrnehmung, Medialität und Subjektivität kennen zu lernen und ihr Verhältnis zu bestimmen. Es liefert damit nicht nur die Grundlagen, die sich rasant entwickelnde Forschung im Schnittfeld von Neuro- und Kognitionswissenschaft selbständig zu verfolgen und für medienkulturwissenschaftliche Fragestellungen fruchtbar zu machen, sondern ermöglicht es auch auf einer sehr basalen Ebene über den Zusammenhang von Innen und Außen, Subjekt und Objekt, Sinneseindruck und Bewusstsein nachzudenken. Ausgehend von der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass neuronale Vorgänge in ihrer Realisierung ebenso historisch sind wie die Wahrnehmungsmedien und dass zwischen ihnen eine starke Interdependenz besteht, vermittelt dieses Modul den Einstieg in einen fakultätsübergreifenden lebenswissenschaftlichen Innovationsbereich. Mit der Betonung auf Fragen der Ästhetik werden insbesondere Austauschprozesse in den Blick genommen, die unterhalb der Schwelle bewusster Wahrnehmung erfolgen.

MODUL 3: „DARSTELLUNG (REPRÄSENTATION, PERFORMANZ, DIFFERENZ)“

Das Modul befähigt zur kritischen Analyse des Repräsentations- und Aufführungscharakters kultureller Prozesse. Darstellung als etwas, das sich als Hervorgebrachtes und Hervorbringendes niemals vollständig selbst regulieren und begrenzen kann, wird im Kontext verschiedener politischer, sozialer und kultureller Zusammenhänge verstehbar. Damit wird die Grundlage für eine interdisziplinäre Erforschung der relationalen Dynamik von Kultur gelegt.

MODUL 4: „PRODUKTION“

Das Modul ermöglicht die Analyse des Prozesses des „Machens“ selbst und zwar sowohl in seinen determinierenden, reproduktiven (Doing) als auch in seinen öffnenden, nichtintendierten (Undoing) Dimensionen. Sowohl die Produziertheit als auch die Veränderbarkeit der Welt soll so verstehbar gemacht werden. Während der erste Modulbestandteil vor allem für den Zusammenhang von Machen und Gemachtheit sensibilisiert, sollen im zweiten Bestandteil Erfahrungen mit und in kreativen Entstehungszusammenhängen ermöglicht werden.

MODUL 5: „VERGLEICHENDE MEDIENKULTURFORSCHUNG“

Das Modul will Kompetenzen im Bereich einer transkulturell vergleichenden Medienkulturforschung entwickeln. Hierbei soll ein Verständnis interkultureller Prozesse und kultureller Interdependenzen ausgebildet werden, wobei ein wichtiger Akzent auf der Rolle der Medien liegt. Andererseits sollen auch Kompetenzen im Sinne einer diachronen Medienkulturforschung erlangt werden. Dabei soll ein grundsätzliches Verständnis bezüglich des Zusammenhangs von Medienformen und Epistemologie vermittelt werden, wobei die Diskurse zum Thema „Kulturelles Gedächtnis“ eine wichtige Rolle spielen.

Die Verbindung von historischer und synchroner komparativer Perspektive befähigt zur selbständigen Analyse der historischen Gewordenheit und der gegenwärtigen Transkulturalität von Prozessen der Wahrnehmung und Bedeutungsgebung.

MODUL 6: „AUDIOVISUELLE KULTUR“

Das Modul „Audiovisuelle Kultur“ qualifiziert zum selbstständigen und kritischen Umgang mit audiovisuellen Medien in ihrer historischen und gegenwärtigen Vielfalt. Die Vermittlungsformen der Filmwissenschaft als Disziplin, die eine Fokussierung auf Theorie, Geschichte und Analyse vorsehen, sind hier maßgebend. Zum einen wird die Fähigkeit vermittelt, audiovisuelle Medien als jeweils spezifisch historisch zu verortende Darstellungstechniken zu analysieren und die jeweiligen Leistungen dieser Medien im Kontext soziokultureller Prozesse zu beurteilen. Zum anderen werden die ästhetischen Dimensionen der Medien untersucht, die für die theoretische Reflexion in ihrer Vielfalt auschlaggebend sind.

MODUL: „TEAMPROJEKT“

Im Teamprojekt werden Kompetenzen in der Anwendung und Durchführung von wissenschaftlich fundierten Projekten erworben. Dazu gehören Kompetenzen in der Kommunikation von Ideen sowie in der gemeinschaftlichen Planung und Durchführungen. Bei forschungsorientierten Projekten werden die Kompetenzen in der Auswahl und Anwendung von Forschungsmethoden vertieft, bei stärker produktorientierten Projekten (Ausstellungen, Tagungen, Videofilme) werden außerdem gestalterische und darstellerische Kompetenzen weiterentwickelt. Wird die Sonderform der Durchführung eines Tutoriums oder einer anderen Lehrveranstaltung gewählt, liegen die learning outcomes stärker im Bereich der Konzeption von Wissenszusammenhängen, ihrer Aufbereitung und Vermittlung.

In der Regel sollte ein „portfoliofähiges“ Produkt entstehen, dass auch bei späteren Bewerbungen für Promotionsstudiengänge wie auch im Berufsleben nützlich werden kann.

Studienverlaufsplan aktuell (ab 2015)

undefinedDownload Studienverlaufsplan ab Wintersemester 2013/14 (PDF).
undefinedDownload Modulhandbuch (gültig ab Studienbeginn 2013/14) als PDF.
undefinedDownload Prüfungsordnung (gültig ab Studienbeginn 2013/14) als PDF.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenJun.-Prof. Dr. Martin Doll