Studienverlauf WiSe 2016/17

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Das Studium des Bachelorprogrammes beginnt mit drei einführenden und koordinierten Lehrveranstaltungen, die im Basismodul I zusammengefasst sind. Unter der Thematisierung jeweils gleicher oder verwandter Gegenstandsfelder werden Fragen der Ästhetik, der Kultur und der Medien behandelt. Es geht um die Vermittlung eines Grundverständnisses der ästhetischen Dimensionen von Wahrnehmung und Erfahrung, der basalen Bedeutung von Medien für Kultur und der Prozessualität von Medienformen. Die Koordination der Lehrveranstaltungen soll dabei deutlich machen, wie intensiv diese Bereiche ineinander verwoben sind. Diese drei Veranstaltungen werden begleitet von einem vierstündigen Tutorium, in dem die Seminarlektüre in kleineren Gruppen vor- und nachbereitet wird. Außerdem ist in dieses Modul die Vorführung von Filmen (in der Regel im Kino des Filmmuseums) integriert, deren Auswahl an den Themen der drei koordinierten Lehrveranstaltungen orientiert ist. Das bietet sowohl die Möglichkeit, Ansätze filmästhetischer Analysen vorzustellen, wie auch, komplexe kultur- und medienwissenschaftliche Zusammenhänge an Beispielen zu diskutieren, die allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bekannt sind.

Das Basismodul II, das für das zweite Semester vorgesehen ist, orientiert sich stärker an spezifischen fachlichen Ausrichtungen der Medienwissenschaft und vermittelt deren Basiswissen. Die drei Grundlagenveranstaltungen führen ein in das Gebiet Kommunikation und Ästhetik/Poetik, in das Gebiet Performativität/Theaterwissenschaft und in das Gebiet Theorie/Geschichte audiovisueller Medien. Zugeordnet ist diesen drei Lehrveranstaltungen jeweils ein praxisorientiertes Projektseminar zu Creative Writing, Theater/Rhetorik und Film/Video.

Studierende, die noch nicht über für einen Aufbaukurs ausreichende Vorkenntnisse in einer zweiten Fremdsprache verfügen, sollen im ersten Semester einen entsprechenden Grundkurs besuchen. Außerdem wird eine verpflichtende Einführung in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens angeboten. Studierende, die beide Möglichkeiten wählen, können sich die Leistung entsprechend im Wahlpflichtbereich anrechnen lassen. Im zweiten Semester qualifizieren sich die Studierenden in einem Sprachkurs für Fortgeschrittene und lernen Felder späterer beruflicher Tätigkeit in einer Vortragsreihe kennen. Im Rahmen des Moduls Propädeutikum finden auch Übungen zum wissenschaftlichen Schreiben statt, die jedoch auch zu späteren Zeitpunktes des Studiums belegbar sind.

Mit der Grundlagenveranstaltung “Prozesse und Modelle der Interkulturalität” beginnt das Basismodul “Vergleichende und interkulturelle Kulturwissenschaft”. Es wird ergänzt durch ein kulturhistorisches oder kulturphilosophisches Themenseminar. Das Aufbaumodul Vergleichende und interkulturelle Kulturwissenschaft konzentriert sich auf die Bedeutung von Medien für die interkulturelle Wahrnehmung und im Prozess der Globalisierung.

Das Aufbaumodul „Medien, Alltag, Gesellschaft“ steht im Zentrum des dritten Studiensemesters. Es umfasst vier Lehrveranstaltungen, in denen Fragen der Subjektivität und der Bedeutung der Medien bei ihrer Herausbildung (Themenseminar (TS) “Subjektvität”), Fragen der Medialität als innerer Differenz von sozialen, kulturellen und wissensbezogenen Prozessen (TS “Materialität und Information”), Fragen nach der Geschlechtlichkeit (TS “Geschlecht und Differenz”) und Fragen nach der Bedeutung von Medien, etwa dem Fernsehen, im Alltag (TS “Medien und Alltag”). Eingegliedert in dieses Modul ist die Vortragsreihe Medien- und Kulturberufe.

Das für das vierte und fünfte Semester angebotene Aufbaumodul “Medienformen” konzentriert sich nochmals stark auf die ästhetischen Dimensionen medialer Kommunikation und vertieft das bisher erworbene Wissen, wobei nun in den vier Modulbestandteilen “Theorien der Ästhetik und der Intermedialität”, “Wahrnehmung”, “Auditive Medien” und “Bildwissenschaft/Visual Culture” einzelne Medienformen oder spezifische Wahrnehmungsprozesse thematisiert werden. Verbunden ist dieses Modul wieder mit einem Praxismodul, das neben einem durch im Medienberuf stehende Lehrbeauftragte durchgeführten Angebot auch einzelne Projekte beinhaltet, die aus den Themenseminaren des Aufbaumoduls heraus entstehen. Die drei Lehrveranstaltungen sollen nach den Praxisseminaren im zweiten Semester wiederum Einblick in die Berufsfelder “Hörfunk/Audiomedien”, “Recherche/Interview” und “Neue Medien/Internetjournalismus” bieten.
Das ebenfalls im vierten und fünften Semester dazu stattfindende Aufbaumodul “Medien, Gesellschaft, Ethik” wird weitgehend vom Philosophischen Institut in zum Teil eigens für den Studiengang konzipierten Lehrveranstaltungen durchgeführt.
Ein Aufbaumodul zu kultur- und medienwissenschaftlichen Forschungsmethoden soll die Studierenden in der Umsetzung ihres erworbenen fachlichen Wissens in konkrete Forschungsstrategien auch experimenteller Art unterstützen und damit auch an die Bachelorarbeit heranführen.

Die “Fähigigkeit, mit anderen produktiv zusammenzuarbeiten”, ist, wie Umfragen belegen, diejenige Kompetenz, die im Beruf am stärksten gefordert wird. Das Modul Teamprojekt trägt dem Rechnung. In der Regel ausgehend von den thematischen Lehrveransaltungen der Aufbaumodule sollen hier Erfahrungen in der gemeinsame Konzeption, Planung und Durchführung eines Projektes gemacht werden. Systemische, kommunikative und instrumentale Kenntnisse werden in wahlweise stärker forschungs- oder stärker praxisorienten Vorhaben erworben. Idealerweise entsteht dabei auch ein Produkt, das bei Bewerbungen um Plätze in weiterführenden Studiengängen oder auch im Berufseinstieg neben der Bachelorarbeit über die erworbenen Qualifikationen der Absolventinnen und Absolventen Auskunft geben kann.

Der Wahlbereich umfasst insgesamt 18 CP. Studierende können hierfür Seminare aus dem gesamten Angebot der Fakultät und im Rahmen des Studium Universale auch darüber hinaus wählen. Mit dem Studiengang undefinedBA Modernes Japan und dem Studiengang undefinedBA Kunstgeschichte gibt es besondere Vereinbarungen, damit eine Gruppe von im Jahr je maximal 10 Studierenden den Wahlbereich gezielt zur Schwerpunktbildung nutzen kann. Auf eine darüber hinausgehende Festlegung oder Modularisierung des Wahlbereichs ist verzichtet worden, um den Studierenden eine möglichst freie Wahl der Interessenschwerpunkte zu ermöglichen.

Schließlich muss zum Studienabschluss auch die Ableistung eines insgesamt zwölfwöchigen undefinedPraktikums in kulturellen Berufsfeldern nachgewiesen werden.
 
Um durch das Angebot von zweisemestrigen Modulen die Möglichkeiten des undefinedAuslandsstudiums, das in der Regel zwischen dem dritten und dem fünften Semester genutzt wird,  nicht zu behindern, wird in der Umsetzung des Angebots darauf geachtet, dass es zu zweisemestrigen Veranstaltungen immer auch eine einsemestrige Alternative gibt.

Das sechste Semester ist der über Kolloquien und andere Formen betreuten Abfassung der Bachelorarbeit vorbehalten.

Insgesamt umfasst das sechssemestrige Studium 82 Semesterwochenstunden und ein mit 180 CP bewertetes Workload.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Dirk Matejovski