16.09. 19 Uhr: Filmreihe "Unser Kamerun?" - "Schlafkrankheit" (D/F/NL 2011) von Ulrich Köhler (Regie) mit Einführung

Der Arzt und Entwicklungshelfer Ebbo leitet in Kamerun ein Projekt zur Bekämpfung der Schlafkrankheit. Als seine Familie beschließt, nach Deutschland zurückzukehren, entscheidet er sich schweren Herzens zurückzubleiben. Drei Jahre später soll ein junger Angestellter der Weltgesundheitsorganisation mit kongolesischen Wurzeln sein Entwicklungshilfeprojekt evaluieren…

Der Film lebt weniger von einem durchkonstruierten Plot; vielmehr wird die Handlung durch eine Fülle kleiner Alltagsbeobachtungen anschaulich. Dadurch ergibt sich ein komplexes Bild des (post )kolonialen Kameruns und seinen Verbindungen zu Deutschland. SCHLAFKRANKHEIT verhandelt so die europäischen Projektionen von ‚Afrika‘ und damit auch die Widersprüche der Entwicklungshilfe zwischen echter Hilfe und der Schaffung neuer Abhängigkeiten. Kurz: der Film ist „ein Sprung in den postkolonialen Schlamassel“ (Die Zeit). Er wurde mit dem deutschen Filmkunstpreis ausgezeichnet. Auf der Berlinale 2011 erhielt Ulrich Köhler außerdem den Preis für die beste Regie (Silberner Bär).

SCHLAFKRANKHEIT  (D/F/NL 2011)
Regie: Ulrich Köhler; Darsteller: Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Jenny Schily, Hippolyte Girardot, Sava Lolov, Laufzeit 91 Minuten
Einführung: Martin Doll

Datum/Uhrzeit: Samstag, 16.09.2017, 19 Uhr 
Ort: Black Box-Kino im Filmmuseum, Schulstraße 4

Hinweis: Entgegen früheren Ankündigungen beginnt der Film bereits ab 19 Uhr im Filmmuseum!

 

Die Filmreihe begleitet die Ausstellung „Koloniale Verbindungen – Rheinland/Grasland, Deutschland/Kamerun“, die vom 12. bis 28. September im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen ist. Konzept: Jun.-Prof. Dr. Martin Doll (Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf).

 

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Dirk Matejovski