12.9. 18 Uhr: Vernissage im Stadtmuseum

Koloniale Verbindungen: Rheinland/Grasland - Deutschland/Kamerun

1891 schlossen zwei Männer im Kameruner Grasland einen Vertrag: Galega I. aus Bali und der gebürtige Düsseldorfer Eugen Zintgraff. Beide betrieben die Expansion ihrer Reiche: der eine versuchte eine Handels- und Tributhegemonie für Bali aufzubauen, der andere eine koloniale Infrastruktur für Deutschland. Die Ausstellung zeigt das komplexe Netz zwischen Kamerun und Deutschland, in dem sich diese Begegnung abspielte. Neben Originaldokumenten werden Objekte gezeigt, die Zintgraff mitbrachte. Menschen aus Kamerun, die in Deutschland und Düsseldorf lebten und Zintgraff kannten, erhalten das Wort. Auch der Bedeutung von Frauen, beispielsweise als Geliebte Zintgraffs, widmet die Ausstellung Platz mit historischen Tondokumenten, Objekten und Fotografien.

Die kolonialen Verbindungen Düsseldorfs werden durch Interaktionen in der Dauerausstellung des Stadtmuseums vertieft. Doch wer kennt diese Geschichten heute im Rheinland in Deutschland und im Grasland in Kamerun? Die Ausstellung spürt der Verbindung und Nicht-Verbindung dieser Geschichten zu unserer Gegenwart nach.

Im August 2018 wandert die Ausstellung ins Musée des Civilisations in Dschang, Kamerun.

Datum/Uhrzeit: Dienstag, 12.09.2017, 18 Uhr
Ort: Stadtmuseum, Berger Allee 2

18:15 Premiere des Films „Rheinland/Grasland – Deutschland/Kamerun. Koloniale Verbindungen“, erstellt von Studierenden des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Martin Doll


Die Ausstellung entstand im Rahmen des Lehrforschungsprojekts „Rheinland/Grasland – Deutschland/Kamerun. Koloniale Verbindungen“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (unter der Leitung von Stefanie Michels, Albert Gouaffo und Martin Doll).

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Reinhold Görling