Lehrprojekte


Veranstaltungsreihe "Academies on the Move"

Wie kann man Tanz und performative Arbeiten beschreiben und analysieren? Was bedeutet Denken über / in Bewegung? Die kooperative Lehrveranstaltungsreihe (Workshops und Künstler*innengespräche) widmet sich aktuellen Tendenzen in Wissenschaft, Tanz und Kunst. Sie bringt Studierende des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft der HHU mit Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf ins Gespräch. Die Reihe ist eine Initiative des Tanzhauses NRW und findet zweimal pro Semester im Kontext einer Aufführung im Tanzhaus statt.

Konzept und Organisation: Jun.-Prof. Dr. Maren Butte (HHU), Jun.-Prof. Dr. Francesca Raimondi (Kunstakademie), Henrike Kollmar und Anais Rödel (Tanzhaus NRW).

Aktuelle Termine: 28.10.2017 & 9.12.2017 (je 17 Uhr)

Teilnahme nur nach Anmeldung und im Kontext eines Seminars möglich. Ansprechpartnerin: 

undefinedMaren.Butte(at)uni-duesseldorf.de

19./20.1.2018 Techniken der Präsenz? Schauspiel - Praxis - Institution (Praxisseminar und Workshop)

Ist Schauspielen eine Technik? Auf welche Weise ist Schauspielen durch die 'Techniken' der Ausbildung, durch Institution und Dispositiv bestimmt? In welchem Verhältnis stehen bestimmte Formen des Schauspiels zu ihren jeweiligen Umgebungen; zu (Medien-)Techniken und anderen Künsten (Film, Video, Kybernetik, digitalen Medien)? Und schließlich: Wie lässt sich der oft assoziativ verwendete Begriff der Bühnenpräsenz bestimmen und kritisieren? Der zweitägige Workshop zwischen Theater- und Medienwissenschaft widmet sich Fragen des Verhältnisses von Körper, Schauspiel und Technik (Vorträge, Gespräche, praktische Übungen).

Konzept und Organisation: Jun.-Prof. Dr. Maren Butte und Daniel Rademacher

Gäste: Prof. Dr. Anja Klöck (HMT Leipzig), Prof. Dr. Wolf Dieter Ernst (Universität Bayreuth) sowie Teilnehmer*innen der AG Schauspiel der Gesellschaft für Theaterwissenschaft und Studierende des Schauspielinstituts "Hans Otto" der Hochschule für Musik und Theater Mendelssohn Bartholdy. In Kooperation mit dem Theatermuseum Düsseldorf.

Der Workshop ist Bestandteil des Praxisseminars "Szenisches Forschen". Teilnahme nur im Kontext des Seminars möglich. Ansprechpartner:

undefinedDaniel.Rademacher(at)uni-duesseldorf.de

Multimediale Soundspaziergänge

Düsseldorf Sounds ist die Homepage studentischer Forschungsergebnisse zur lokalen popmusikalischen Erinnerungskultur. Das Projekt entstand im Rahmen eines Forschungsmethoden-Seminars mit dem Titel „Multimediale Soundspaziergänge“ am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität unter der Leitung von Kathrin Dreckmann und Tomy Brautschek im Wintersemester 2015/16.

Das Projekt-Seminar, sowie die hieraus entstandene Internetpräsenz bildet den Prototyp einer fortlaufenden Reihe und modularen Plattform weiterer studentischer Forschungsarbeiten in den kommenden Semestern.

Ziel des Projektes ist es das pophistorische Erbe Düsseldorfs aus medien- und kulturwissenschaftlicher Perspektive aufzuarbeiten und mit genuiner akustischer Methodenlehre zu verbinden. Hierfür haben die Studierenden u.a. Interviews mit den Protagonisten geführt, Soundscapes und O-Töne gesammelt, um dieses Material schließlich mit eigenen gesprochenen Beiträgen in Form eines professionell produzierten Audio-Guides zu bringen.

Das Konzept dieser Audio-Guides sieht zum einen vor die Stimmen jeweiliger Akteure erneut hörbar und somit multimedial erfahrbar zu machen, sowie zum anderen die für die Popgeschichte Düsseldorfs bedeutsamen Orte auf einer Online-Karte zu markieren und zu diesen Stationen auditive Informationen zum Download bereit zu stellen. Auf diese Weise entsteht eine nach thematischen, topographischen und dramaturgischen Gesichtspunkten variierende, auditiv begleitete Entdeckungstour durch die Pop-Stadt Düsseldorf.

„ […] so werden aus Orte des Gedächtnisses Orte der Geschichte.“ (Pierre Nora)

undefinedhttp://www.duesseldorf-sounds.de/


Exkursion nach Bologna

Vom 25. bis zum 30. Juni 2016 veranstalten wir eine Exkursion zum Filmfestival “Il Cinema Ritrovato” nach Bologna:

undefinedhttp://festival.ilcinemaritrovato.it

Für Studierende des Instituts haben wir 15 Akkreditierungen, die im Los-Verfahren vergeben werden.

Interessierte kommen zur Verlosung am 10. Februar 2016 um 18 Uhr in das Büro von Robin Curtis.

Ein Programm für das Festival findet man hier:

undefinedhttps://festival.ilcinemaritrovato.it/en/programmapdf/


»Glaube an die Welt« – eine Reihe von Vorträgen und Workshops Organisatoren: Martin Doll und Stephan Trinkaus

›Glaube an die Welt‹ - Kaum eine Formel von Deleuze ist so umstritten wie diese Formulierung: Kritiker_innen sehen darin einen latenten Mystizismus, Befürworter_innen ein Plädoyer für einen rückhaltlosen Realismus. Im Wintersemester 2015/16 haben wir diese Formel zum Anlass genommen, um uns im Rahmen unserer Einführungen in den Masterstudiengang mit derzeitigen Debatten zum Beispiel um eine Ökologie der Medien oder einen neuen Materialismus genauer auseinanderzusetzen. Zugleich diente das Motto den eingeladenen Medienwissenschaftler_innen als Ausgangspunkt für eine Reihe von kritischen Befragungen ihrer Gegenstände und aktuellen Theorien: 

Welche blinden Flecken weist die Medienökologie oder der New Materialism hinsichtlich (mikro)politischer Fragestellungen auf? 

Wie können neuere medienästhetische Ansätze die historisch, kulturell und technisch situierte Wahrnehmung und Empfindung zu fassen versuchen? 

Wie können wir unsere gegenwärtigen Medienbedingungen im Sinne der ›deep history‹ aus der Perspektive von Milliarden Jahren Erdgeschichte anders reflektieren? 

Wie kann man Medien im Zeitalter ihrer Kybernetisierung bzw. Digitalität als „Erfassungsmaschinen des Unartikulierbaren und Unrepräsentierbaren“ theoretisch fassen? 

Insgesamt ging es darum, wie Theorie überhaupt der Nichtlokalisierbarkeit und Unverfügbarkeit der materiellen Prozesse gerecht werden kann, deren Teil wir ja selbst sind?

Die Veranstaltungsreihe fand im Zweiwochenrhythmus statt. Begleitend dazu hielten Gastwissenschaftler_innen Workshops ab. Zu Gast waren: Jens Schröter (Bonn), Liv Hausken (Oslo), Astrid Schrader (Exeter), Andrea Seier (Wien/Konstanz), Jussi Parikka (Southampton), Michael Cuntz (Weimar) und Luciana Parisi (London).


„Montage in Theorie und Praxis“

Vom WiSe 2015 bis WiSe 2016/17 fand ein auf drei Semester ausgelegtes an BA-Theorie- und Praxisseminare gekoppeltes Lehrforschungprojekt zum Thema „Montage in Theorie und Praxis“ unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Martin Doll statt. Die Studierenden lernten in einer Reihe von aufeinander aufbauenden Modulen und Wochenendworkshops (u.a. mit professionellen Editor_innen aus dem Dokumentar- und Spielfilmbereich) das Feld der Montage in all seiner Breite, vor allem aber in seiner praktischen und berufspraktischen Dimension kennen. In dieser Zeit setzen die Studierenden das Wissen von Theorieseminaren in eigenen (von den Expert_innen) professionell begleiteten Schnittprojekten in Teamarbeit um. Das Projekt wurde flankiert von einer öffentlichen Filmreihe mit einschlägigen Beispielen aus der Filmgeschichte (zu der auch an fünf Terminen Filmwissenschaftler ihre aktuellen Forschungen dazu präsentierten).


Transkulturelle Erinnerungstopografien im Rheinland und Grasland – deutsch-kamerunische Geschichten

(initiiert von Stefanie Michels, HHU Düsseldorf und Albert Gouaffo, Universität Dschang)

Deutschland und Kamerun sind durch die geteilte koloniale Geschichte bis heute in besonderer Weise miteinander verbunden. Obwohl Kamerun nach dem ersten Weltkrieg von Frankreich und Großbritannien verwaltet wurde, gerät dort die vorherige dreißigjährige Präsenz Deutschlands nicht in Vergessenheit. In Deutschland wiederum ist die koloniale Geschichte einer breiteren Öffentlichkeit kaum bekannt. Häufig herrschen noch vereinfachende Opfer-Täter-Erzählungen vor, die eine differenzierte Wahrnehmung Afrikas in der Gegenwart erschweren. Für ein postkoloniales Deutschland und Kamerun gilt es, diese wichtige Phase der deutsch-afrikanischen Beziehungen und damit der Weltgeschichte im Bewusstsein zu halten. 

Um die wechselseitigen Beeinflussungen zu beleuchten, arbeiten seit zwei Semestern Lehrende der HHU und der Universität Dschang gemeinsam mit ihren Studierenden aus den Fächern Geschichte sowie Medien- und Kulturwissenschaft und Germanistik in einem transdisziplinären und transkulturellen Lehrprojekt zusammen. Im symmetrischen Vergleich der Regionen Rheinland (Deutschland) und Grasland (Kamerun) konnte so im gemeinsamen Forschungsdialog der Gegenstand 'Deutsche Kolonialzeit in Kamerun' anhand ausgewählter (post-)kolonialer Erinnerungsorte komplex hinterfragt und debattiert werden. 

Das Projekt besteht insgesamt aus drei Phasen:

  1. Grundlagenerarbeitung (SoSe 2016)
  2. Empirische Arbeit: 10tägige Exkursion nach Kamerun (Juli/Aug. 2016)
  3. Analyse und Überführung in eine öffentliche Präsentation (Herbst 2016 bis Herbst 2017). Im forschenden Lernen werden so sowohl die Forschungaspekte (insbes. Methodiken der oral history) sowie Fragen der Analyse und Aufbereitung (Film, Webseite, Ausstellung) abgedeckt.

Im September 2017 werden die Ergebnisse in einer Ausstellung im Stadtmuseum Düsseldorf präsentiert (ferner sind bereits Kooperationen mit dem FFT Düsseldorf und dem Blackbox Kino vereinbart). Im August 2018 wird die Ausstellung im Rahmen einer Buchpräsentation mit den Forschungsergebnissen auch nach Dschang gehen. Die Ergebnisse fließen zudem in eine fünfzehnminütige Filmdokumentation ein, die neben kurzen Filmclips und Audioaufnahmen (nebst Fotografien, Quellen und Karten) sowohl in der Ausstellung gezeigt als auch über die interaktive Webseite dauerhaft abrufbar sein wird.


Das Filmfest Düsseldorf 2015

findet dieses Jahr vom 25. bis 27. November statt - wie immer geplant, organisiert und realisiert von den Studierenden des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft.

Nähere Informationen siehe auf der Seite des undefinedFilmfests!


Vom 11. bis 14. November 2015 findet eine Exkursion des Instituts für Medien- und Kulturwissenschaft nach Kassel statt, um das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest zu besuchen.

Insgesamt zwanzig Studierende der Medien- und Kulturwissenschaft und der Medienkulturanalyse können teilnehmen. Die Kosten der Reise werden teilweise vom Institut übernommen. Plätze sind bereits in der Jugendherberge in Kassel gebucht (Übernachtung mit Frühstück).

Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest
Besonders interessant an dem Festival in Kassel ist der doppelte Fokus auf Filme im Kino sowie auf Installationen in der „Monitoring“ Sektion.

Das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest findet jährlich an sechs Tagen in der November-Mitte statt. Veranstalter ist der Filmladen Kassel e.V., der für seine engagierte Kinoarbeit alljährlich auf Bundes- wie auf Landesebene ausgezeichnet wird... weiterlesen

Weitere Informationen: 
www.kasselerdokfest.de/de/aktuelles/

Im Wintersemester 2015/16 findet ein Begleitseminar zur Geschichte und Theorie des Dokumentarfilms statt.


Abhören und Strafen

Öffentliches Kolloquium zur Kulturtheorie und Archivpraxis totalitärer Überwachungsszenarien

17. Juli 2014 ab 16 Uhr

im Haus der Universität


Interdisziplinäre Tagung im tanzhaus nrw

Im Rahmen der langjährigen Kooperationstradition mit dem tanzhaus nrw bietet das Institut für Medien- und Kulturwissenschaft ein Projektseminar zur Organisation einer Tagung an. Diese interdisziplinäre Fachtagung findet im Rahmen des renommierten europäischen Tanzfestivals TEMPS D’IMAGE statt, das u.a. durch den Kulturkanal ARTE initiiert ist und sich neuen Kunstformen an der Schnittstelle von Tanz, Theater, Film und Medienkunst widmet. In mehreren Kleingruppen führen die Studierenden verschiedenste Aufgaben und Tätigkeiten einer Tagungsorganisation selbstverantwortlich durch und können hierbei eigene Projektideen entwickeln und umsetzen. 


Tagung 2011: „Sinneswandel. Transformationen der Wahrnehmung in Tanz und Medienkultur“
 
In Form von Vorträgen, Diskussionsrunden und Lecture Performances beleuchtet die diesjährige Tagung verschiedene Strategien und Transformationsprozesse der Wahrnehmung im Rahmen der von TEMPS D’IMAGES fokussierten Verbindungen von medialen und performativen Künsten.
Einhergehend mit dem historischen Wandel und der Auflösung von Grenzen zwischen Tanz, Theater und neuen Bildmedien hat sich das Thema der Wahrnehmung längst zu einem zentralen Topos herausgebildet. Die Verbindung von Medien und performativer Kunst hat neue theatrale Formen und Wahrnehmungsweisen entstehen lassen und einen vielschichtigen Diskurs eröffnet. Während der Tagung wird dieser interdisziplinäre Austausch fortgesetzt, indem aktuelle Tendenzen in Tanz, Medienkunst und Wissenschaft aufgegriffen und diskutiert werden.

Weitere Informationen:
• Tagung Sinneswandel (2011)
• Tagung framing.art (2010)



NOMADISCHE SEMINARE

Projektreihe mit Ruth Heynen, 2008-2011

Mit welchen Kriterien beurteilt man eine theatrale Arbeit, die in der Erfahrung des Krieges entstand, wie eine Inszenierung, deren Überladenheit im krassen Gegensatz steht zur Prekarität der sie umgebenden Stadt? Was bedeutet es, Kunst zu machen in einer (für die Theatermacher, nicht für die Studierenden) neuen Ära von Meinungsfreiheit? Wie verändert sie sich in Abhängigkeit von der Einfluss nehmenden Ökonomie? Wie notwendig braucht kulturelle Produktion den Widerstand?

Mehr Informationen hier


INTERFACE

Eine Werkstatt für experimentelle Sound-Art, vom 17. - 22.01.2011 am FFT

undefinedDer Flyer als PDF-Download

Eine Woche lang besetzen sechs Künstler bzw. Künstlergruppen sämtliche Bühnen und Räume des FFT, um sie in ein Experimentierfeld der Klangmusik zu verwandeln. 
Ob elektronische-live Performances, begehbare Klang-Installationen, bespielbare und selbstspielende Objekte: "Interface" ist ein neuer Treffpunkt der höchst lebendigen, jungen Sound-Art Szene.
Im Rahmen eines Projektseminars kümmern sich die Studierenden der Heinrich-Heine- Universität am Institut für Medien- und Kulturwissenschaft um die Öffentlichkeitsarbeit und Pogrammvermittlung. 

Weitere Informationen:
www.facebook.com/fft.interface
www.interface-fft.blogspot.com


Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Reinhold Görling